Sprühkompaktieren

Mit dem Zerstäuben metallischer - auch keramischer Schmelzen zu Tropfen im unteren µm-Bereich und dem Auftrag dieser teilweise noch flüssigen Partikeln auf geeignete Substratformen gelingt die Herstellung von großvolumigen Halbzeugen (z.B. von Blechen, Bolzen, Ringen, Rohren, Scheiben) mit besonders feinkörniger Kristallstruktur und/oder sehr fein verteilten Ausscheidungen.

Das Zudosieren feiner Pulver von Materialien, die mit der Schmelze nicht mischbar sind, in den Tropfenspray führt zum Aufbau von Metal-Matrix-Kompositen.

Mit dem Sprühkompaktieren überwindet man Problembereiche klassischer Urformverfahren, wie das Seigern, die Dendritenbildung, die Oxidkontamination oder Einschränkungen bezüglich der Bauteilgröße. Vordringliche Fragestellungen im SFB sind derzeit neben der Generierung von Werkstoffen mit höherer mechanischer, thermischer und/oder chemischer Belastbarkeit einschließlich ihrer Verarbeitungsmöglichkeiten auch Grundlagen-Fragestellungen im Bereich der Schmelzezerstäubung, des Kompaktierens, des Enthalpietransportes und der angewandten Meßtechnik.

Bild 1: Schematische Darstellung des Sprühkompaktierprozesses